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Wagenfeld-Teekanne Jeaner Glas

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Wagenfeld-Teekanne Jeaner Glas


Mit Wasser gefüllt verwandelt sich Wagenfelds
Tee-Kanne (Jeaner Glas) mit hauchdünnem
Glas-Körper in eine immense Wasser-Lupe: im
Brennpunkt, wo der Brau-Konus sitzt, entfaltet
sich vor dem Auge des Betrachters eindrückli-
ches Molekular-Kino: bezaubernde Diffusions-
Muster mystisch gegeneinander antanzender
Schwaden, die schliesslich ineinand. verfliessen.

Nach Studium der Spannungs-Verhältnisse div.
Glas-Körper bediente sich Wagenfeld der Span-
nungs-armen Blasen-Form (analog Ei) für max.
Festigkeit. Wagenfeld brach mit dem bisherigen
grad-wandigen Vokabular Schotts (Labor-Glas),
das Otto Schott seit seinem Hitze-beständigen,
1887 erfundenenen Borosilikat-Glas entwickelte.

Wagenfelds Tee-Kanne kommt darum ohne den
für Porzellan-Kannen charakteristischen, mas-
siven Boden-Ring aus. Die Kontraste zur hoch-
angesehenen jap. Tee-Kanne 'Harare' könnten
größer nicht sein: und trotzdem verbindet die
beiden überraschend viel: die subtile Linien-Fü-
hrung, die Reduktion der Form, der organisch
durchgestaltete Körper von zeitloser Gestalt.

1931, Wilhelm Wagenfeld > mehr
Glas, Jenaer Glas® (ehem. Jenaer Glaswerke)

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