Archetypen - Dinge fur ein ganzes LebenArchetypen - Dinge fur ein ganzes Leben

FDB Mobler u.a. mit Mogensen neu bei Archetypen

Mar 28 2021

Die dänische Firma FDB Mobler (FDB als Abkürzung steht für soviel wie die volle Firmenbezeichnung “Faellesforeningen for Denmarks Brugsforeninger”) nimmt unter der hier gepflegten archetypischen Sichtweise eine absolute Alleinstellung ein, und zwar aus unterschiedlichen Gründen: FDB war nämlich urspünglich 1942 als Tochter-Firma
der dänischen Coop-Genossenschaft (was der Genossenschaft des Konsum-Ladens, sog. „Konsum“ von Coop in der Schweiz entspricht)
begründet worden.. Als nicht primär Profit-orientiertes Unternehmen hatte FDB hatte von Beginn weg das Ziel, dem dänischen Volk in der ganzen Breite qualitativ hochwertige, anspruchsvoll gestaltete Möbel des täglichen Bedarfes zu liefern, welche die Lebensqualität der breiten dänischen Masse heben sollte. FDB setzte dieses hehre Ziel mit günstigen aber guten Möbeln mit gutem Design und massiver Bauweise aus Holz um. Die Schlüsselperson für diesen Prozess und die gestalterische Einlösung in der Wirklichkeit stellte der dänische Architekt Borge Mogensen dar, der unter Kaare Klint studiert hatte und ein Freund des grossen Hans J. Wegners war. Mogensen war ab Beginn 1942 der Stratege der Entwurfs-Abteilung. Dessen Freund Hans J. Wegner steuerte später den ausnahmslos schönen Schaukelstuhl J16 für FDB bei.
FDB verfolgte nicht dogmatisch die eben in Mode gekommenen und vormals vom Bauhaus propagierte modernistischen Konzepte der schlichten, streng funktionalen und absolut gradlinigen Moderne, sondern
sah sich eher von der zeitlos-raffinierten Linie der traditionellen Windsor-Möbel des 19. Jhd. angezogen (u.a. J52B, J52G, J18, J46) und Shaker-Möbel (Stühle J80, J81, J2, J83, Tisch C64). Borge Mogensens Art Director, wie seine Roille innerhalb von FDB heute benennt würde, wurde an der Spitze von FDB gefolgt von Poul M. Volther und später Jørgen Bækmark. FDB wurde 1980 eingestellt und schliesslich im Jahr 2013 durch eine mutige Initiative des damaligen Rechteinhabers Qvist (besass fast alle Rechte an den historischen FDB-Möbel-Entwürfen, speziell den Stühlen, Bänken und Schränken Borge Mogensens) und Coop Dänemark neu lanciert. Wenige Jahre später wurde die florierende Firma FDB dann von Coop Dänemark in die Freiheit entlassen.