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Beni Ourain M'rirt Berber Teppiche


"Ihre geom. Zeichnungen (…) verleihen Räum-
en einen Maßstab, ein Urmaß (..) entzücken u.
und lassen den Boden (…) erzittern. Farbe und
Geometrie geraten zu einer vermittelnden In-
stanz zwischen Material und Oberflächen der
Mauern und Möbel (…) es wie die Berber ma-
chen: Geometrie mit Fantasien verschmelzen."
(Le Corb. L'Almanach de l'Arch.moderne, 1926)

Bis in die letzte Faser grundlegend birgt der Be-
rber-Teppich das Potenzial, das Lebensgefühl
seines Besitzers neu zu fassen: seit dem Bauh-
aus schlägt ihm frenetische Liebhaberei entge-
gen: sein verführerisch-flauschiger Flor ist zum
Niederknien; dämpft Härten des Lebens, indem
er eine nomadische Verweilebene in die Stube
einzieht. Klassisch elegant und identitätsstiftend
verschränkt er einzigartig Moderne mit Folklore.

Die betörendsten Exemplare stammen von den
17 marok. Beni Ourain-Stämmen – sommers mit
den Schafen im letzten Grün im Mittleren Atlas
unterwegs. In den leichten Zelten schützen die
Teppiche gegen nächtlichen Bodenfrost und die-
nen auch dem Abdichten der Zelte gegen her-
aufziehende Sandstürme. Urspr. auf kl. Hüftweb-
rahmen gewoben zeugen heutige großformatige
Beni Ourains vom Austausch mit der Moderne.

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