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Finn Juhl (*1912-89)

Juhl

Finn Juhls zeitloseste Entwürfe wie der Chief- tains Chair od. sein Chair 45 verfügen – wie z.B. die der Eames (RAR, DSW, Le Corbusiers (LC- 4-Liege, LC2) od. Wegner (Y-Chair) – über eine narrative Qualität, die mehrschichtig angelegt ist u. nur den talentiertesten Wenigen gelingt: Juhls formales Vokabular schafft atemberaubende Fo- rm-Verläufe, die den Körper schmeicheln; Proz- ess-technisch u. strukturell führt seine Trennung von tragenden u. getragenen Elementen oft zu schwebenden Ensembles; und Kultur-historisch gibt er sich der Weiter-Entwicklung antiker The- men hin, wie im Chieftains chair, in welchem Juhl ägypt. Vorbilder verarbeitet. Juhls einmalige Fäh- igkeit zu biomorphen, aber trotzdem Spannungs- vollen Komponenten die allesamt harmonisch mi- teinander zu etwas Großem verwachsen tritt auch dezenter in seinen beiden Tisch-Entwürfen Nyhavn Table oder Juhls Kaufmann Table zutage.

In absteigender Reihenfolge