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mit britischen Wurzeln
Die brit. Aristokratie bewohnte (> Chesterfield,
> Raffles) eine feudale Parallel-Welt wie keine
Elite anderswo; es muss quälende Langeweile
gewesen sein, deren Not sie zum Erfindertum
angetrieben hat: Meister des Müssiggangs bra-
chte sie die 'weissen' Sportarten Polo, Golf od.
Tennis hervor – allein Boule geht nicht auf ihr
Konto. Leicht ermattet gab man sich danach d.
idyllischen Kulisse des Englischen Gartens hin,
um sich mit Picknick, Spazieren und verwege-
nen Hochrad-Fahrten (später Engl. Rad) zu er-
quicken. Selbst in fernen Kolonien wusste man
angemessen zu leben (z.B. Safari u. Folding
chair) und fand Gefallen am Reisen: man bewäl-
tigte mittels Ozean-Dampfern mit Stil den Atlan-
tik (> Deckchair, > Lloyd Loom), ging als 1. zu
Berge und winters ans Meer (Hyères/ Var (>
Strand-Karte), ab 1922 als 1. sommers an den
Strand (Antibes; Grays Haus E 1027). Nach
1945 wurde deren Freizeit-Modell demokratisi-
ert und diente der breiten Maße als Vorlage.


