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Americana
Es gab einmal eine Zeit, als Amerika für soziale
Utopien und die Hoffnung auf ein besseres Le-
ben der Massen stand: Im ausgehenden 18.Jhd.
bildete es die Kontrast-Folie zum beinahe am
verkrustetem Feudalismus sich zugrunde richt-
enden Europa. Damals formierten sich in der
Neuen Welt Gruppen wie die in Europa unerwün-
schte Shaker
-Sekte, die ihr Konzept des besse-
ren Lebens verwirklichten und sich sich durch
ihren grandiosen Möbel-Entwürfen – die mit den
Windsor
-Möbeln zu den wenigen vorindustriellen
Klassikern zählen – verewigten. Amerika erfand
sich selber u. strotzte als 1. Demokratie der Ne-
uzeit vor Zuversicht. Junge Ikonen wie Twains
Protagonisten od. grossartige Holzhaus-Archite-
ktur mit legendären Veranden verliehen dem ne-
uen Lebens-Gefühl Ausdruck. Florence Knoll
(u.a. Butterfly chair
198) u. Herman Miller setz- ten Mitte des 20. Jhd. mit ihren Kollektionen Gla-
nz-Punkte. Mit den Entwürfen der Eames errei-
chte Amerika einen Höhepunkt klassischer Ge-
staltung, an den es nie mehr anknüpfen konnte.


